Kunstprojekt 2026 - "gesamtkunstwerk STADT MH" -  zur #manifesta2026

Mülheim - Stadtrechte seit 1846 im grünen Ruhrtal

"So ein Theater" würde Mülheim gut zu Gesicht stehen (Foto Mülheimer Kunstverein aus Chimay)
"So ein Theater" würde Mülheim gut zu Gesicht stehen (Foto Mülheimer Kunstverein aus Chimay)

Von Alexander-Ivo Franz

 

Nur 49 km Länge der Stadtgrenze: Im Norden grenzt Mülheim an die kreisfreie Stadt Oberhausen und im Osten an die kreisfreie Stadt Essen. Im Süden liegt der Ballungsraum Düsseldorf mit der Stadt Ratingen im Kreis Mettmann und im Westen die kreisfreie Stadt Duisburg.

 

So können die Mülheimer einfach und effizient die sehr gute Infrastruktur dieser Nachbarstädte kostenlos nutzen - Sportparks, Zoo, Kino-Paläste und TOP- Museen in Duisburg, Kultur pur in Essen und Einkaufen und Großstadtflair in Düsseldorf oder im CENTRO Oberhausen. 

 

Mülheim selbst hat viel und gut investiert und stellt sich gerade um

 

(Schulden über 2.000.000.000,00 € i.W. zweitausendmillionen) - das sichert die Zukunft als unabhängige Stadt mittendrin in der Metropolregion Rhein-Ruhr - denn jemanden mit so viel Schulden will keiner zum Partner haben.

 

Mülheim war und ist die Stadt der cleveren Händler - private Anleger haben gut in  Mülheimer PPP-Projekte investiert und erzielen langfristig hohe Renditen (z.B. PPP - Feuerwache fast 10 % p.a.).  Durch Bildung eigener Stadt-GmbHs konnten die Top-Leistungsträger mit guten Konditionen gewonnen  werden - die bringen neue Impulse.

Allerdings, die verbleibenden städtischen Beteiligungen und  Betriebe wie "Tiefgaragen", "Weisse Flotte" oder sogar das Kraftwerk und der Hafen machten 2021 noch zusammen  fast 2.000.000,00 EUR Verlust - aber das wird!

 

Mülheim: "Stadt der grauen Panter" - DAS NEUE NORMAL 

 

 

Mülheim wird auch gern als Schlafstadt bezeichnet. Aber hier sind die Bürger hellwach!  Nirgends wird in der Metropolregion Rhein-Ruhr so viel gemeckert wie in Mülheim. Da müssen die Stadtlenker schon ein dickes Fell haben um das auszuhalten - hat einer eine gute Idee - wird diese oft zum Spielball der zahlreichen Interessengruppen.  

 

Wie sieht die Zukunft aus?

 

Eine neue Generation mischt jetzt die kleine Stadt mit ihren etwas über 90 Quadratkilometern auf - mit neuen guten Ideen geht es voran - wenn auch langsam - das ist auch oft der Förderpolitik von Bund und Land oder der EG-Regulierung geschuldet.

 

Was vor 20 Jahren "versaubeutelt" wurde, muss ausgesessen werden, bis die drohende Rückzahlung der damaligen Förderung entfallen ist - da können schonmal Jahrzehnte ins Land gehen.

 

Mülheim ist die erste Stadt in Deutschland , die aktuell ihre ehemalige Fußgängerzone mit Einkaufsmall in ein großes Seniorenparadies mit Medizinzentrum umwandelt - das größte Altenzentrum in der Metropolregion Rhein-Ruhr entsteht im ehemaligen "FORUM" in der Innenstadt. Alte Herrschaften in Mülheim brauchen dort kein großes Kino mit Popcorn - sie nutzen lieber den heimischen XXXL-Bildschirm und machen es sich mit Freunden gemütlich (auch ohne Maske...) - das bekannte Vorzeigekino der Stadt wird von den Investoren inzwischen anderweitig vermarktet. Auch das ehemalige evangelische Vereinshaus "Handelshof" dienst jetzt als Seniorenheim in Citylage.

 

Rings um denkmalgeschützte entweihte Kirchen entsteht neue Wohnbebauung, die letzten grünen Flächen werden nach und nach zubetoniert (Plan Saarnberg-Bebauung am Naturschutzgebiet) - Bröckelndes Betongold statt Bankzinsen - das ist die Devise bis zum Jahr 3000.

 

Auch - wie immer vor  Wahlen - gibt es zahlreiche Absichtserklärungen - auch genannt Letter(s) of Intend.  Die alten Mülheimer wollen jedoch nachhaltige Taten sehen - keine kurzfristigen Luftschlösser (einen Tunnel unter der Ruhr hindurch für die Bimmelbahn mit Folgekosten in Millionenhöhe haben sie ja schon - obwohl auch auf der Brücke darüber Schienen liegen).

 

Die Bürger zahlen gern den Preis- hohe Grundsteuern (Hebesatz 890 %) - Gewerbesteuern (Hebesatz 580 %)  teure Kanalprojekte (Stadthafenmündung Rumbach und Kanalisierung Rumbach ( via Niederschlagsgebühren) und weitere kommunale Lasten werden von den Etablierten gern geschultert.

 

Mülheim bleibt eben auch Wühlheim - und das ist gut so. Glückauf!

 

 

 

Und hier ein Link zur Kulturpolitik in der Kunststadt und Kulturstadt Mülheim: 

Fassadenkunstwerk "Black-Wall" am künftigen Seniorenhaus "Handelshof"
Fassadenkunstwerk "Black-Wall" am künftigen Seniorenhaus "Handelshof"