Das neue moderne Signet der METROPOLREGION RHEIN-RUHR gestaltete der Künstler Andreas Ingramm
Das neue moderne Signet der METROPOLREGION RHEIN-RUHR gestaltete der Künstler Andreas Ingramm

🧭 Kunstkonstellation Rhein-Ruhr

Ein Mapping der kulturellen Vielfalt zwischen Institution und Initiative

1. Achsenmodell: Zwei Spannungsfelder

Achse A: Struktur Achse B: Raum
InstitutionellAutonom ZentrumPeripherie
z. B. Museum Ludwig ↔ Atelierhaus z. B. Köln/Düsseldorf ↔ Mülheim/Kleve

→ Daraus ergibt sich ein 4-Felder-Modell, das Orte, Formate und Akteur:innen verortet.

2. Typologien von Kunstorten (Beispiele)

Typ Beschreibung Beispiel
Leuchtturm-Institution International sichtbar, staatlich gefördert Museum Folkwang, Bundeskunsthalle
Regionale Plattform Netzwerk mit Vermittlungsanspruch RuhrKunstMuseen, ruhrkultur.jetzt
Freie Szene / Off-Space Selbstorganisiert, oft temporär GOLD+BETON (Köln), Makroscope (Mülheim)
Hybride Orte Mischung aus Atelier, Galerie, Diskursraum RUHR GALLERY MÜLHEIM, 68elf Köln
Mobile Formate Interventionen, Festivals, Pop-ups Asphalt Festival, Platzhirsch, Urbane Künste Ruhr

3. Verflechtungen & Resonanzräume

  • Künstler:innen als Knotenpunkte: Pendeln zwischen Städten, Formaten, Szenen

  • Förderlandschaft als Infrastruktur: Kultursekretariate, Stiftungen, kommunale Programme

  • Digitale Plattformen als Brücken: ArtJunk, cultAppMH.de, Kunstgebiet.Ruhr

  • Themencluster: Migration, Strukturwandel, Klima, Arbeit, Erinnerung, Diversität

4. Visuelle Umsetzungsideen

  • 🗺️ Karte mit Layern: Orte, Typen, Themen, Barrierefreiheit

  • 🧩 Typologie-Poster: Icons + Achsenmodell + Beispiele

  • 🧶 Netzwerkdiagramm: Wer ist mit wem wie verbunden?

  • 🧱 Modulare Wandzeitung: Für Ausstellungen, Workshops, Stadtfeste


Laudatio des Mülheimers Dr. Friedrich Stavenhagen vom 10. Januar 2026:

Mülheim an der Ruhr – Stolz im Sturm der Transformation

Sehr geehrte Damen und Herren,
Mülheim an der Ruhr im Jahr 2026 ist keine Stadt der einfachen Antworten. Wer heute eine Lobrede hält, darf die tiefen Furchen nicht übersehen, die der Strukturwandel und die finanzielle Not in das Gesicht unserer Stadt gezeichnet haben. Eine Laudatio auf Mülheim muss heute vor allem eine Würdigung des Durchhaltewillens sein.

Der Preis der Eigenständigkeit

Wir sprechen über eine Stadt, die mit einer integrierten Schuldenlast von über 2 Milliarden Euro am finanziellen Abgrund steht. Während das Land NRW 2026 einen Teil der Altschulden übernimmt, bleibt der Spielraum eng. Die Bürgerinnen und Bürger tragen diese Last unmittelbar mit: Die Grundsteuer-Hebesätze gehören mit Spitzenwerten von bis zu 1154 % im Haushaltsentwurf 2026 zu den höchsten des Landes. In Mülheim zu leben und zu investieren, ist im Jahr 2026 ein Bekenntnis, das Mut und Opferbereitschaft erfordert.

Abschied von Titanen

Wir müssen auch den schmerzhaften Verlust von Symbolkraft konstatieren. Dass z.B. die Tengelmann-Gruppe ihren Sitz nach München verlegt hat, markiert das Ende einer Ära. Wo einst Entscheidungen für ein Weltimperium fielen, klafft nun eine Lücke, die uns mahnt: Tradition allein ist kein Garant für Beständigkeit. Mülheim muss sich ohne diesen Anker neu definieren.

Zerreißprobe Stadtentwicklung

Die Kernstadt kämpft um ihr Überleben. Ein Parkkonzept, das die Besucherfrequenzen zugunsten ökologischer Ziele neu ordnen will, führt zu einer paradoxen Dynamik: Während die Innenstadt um jeden Kunden ringt, ziehen kostenfreie Parkplätze am Stadtrand die Menschen ab. Die Schlossstraße spiegelt diesen Kampf wider. Mülheim 2026 ist ein Laboratorium für die Frage: Wie viel Wandel verträgt der lokale Handel?

Die Antwort der Kultur und Kunst

Doch genau hier, im Riss zwischen Schuldenlast und Leerstand, blüht der Widerstand des Geistes. Mülheim ist 2026 mehr denn je ein Zentrum der freien Kunstszene.
Neben den staatlichen Leuchttürmen wie den 51. Mülheimer Theatertagen, besetzt die freie Szene die Brachen. Die Ruhr Gallery in der Villa Artis oder die kreativen Köpfe im Ringlokschuppen oder der Freilichtbühne zeigen, dass Kultur kein Luxusgut ist, sondern der Klebstoff, der eine Stadt in der Krise zusammenhält.
Museen wie das Städtische Kunstmuseum bewahren das Bewährte, während junge Kollektive in Zwischennutzungen der Innenstadt neue Impulse geben.

Ausblick

Mülheim im Jahr 2026 ist eine Stadt, die sich nicht schöntrinken lässt. Sie ist rau, sie ist teuer, und sie ist gezeichnet vom Weggang ihrer Giganten. Aber sie ist auch eine Stadt, die sich nicht aufgibt. Ihr Wert bemisst sich heute nicht an der Bilanzsumme verschwundener Konzerne, sondern an der Zähigkeit ihrer Bewohner und der Unbeugsamkeit ihrer Kulturschaffenden.


Mülheim – Du bist die Stadt, die trotz allem bleibt. Ein Hoch auf deinen Eigensinn!


Pauli‑Kirche Mülheim – Ein verlorener Kirchenraum und ein Schlüsselmotiv der Manifesta16 Ruhr

 

 

Die Pauli‑Kirche Mülheim: Ein verschwundener Ort kehrt zurück (digital in der Villa Artis nebenan)

Die Pauli‑Kirche in Mülheim an der Ruhr gehört zu den eindrücklichsten Beispielen eines vollständig verlorenen Kirchenraums im Ruhrgebiet. Der 1971 abgerissene Sakralbau existiert heute nur noch in Erinnerungen, Fotografien und archäologischen Spuren. Sein ehemaliger Standort – heute ein unscheinbarer Parkplatz – steht sinnbildlich für den Umgang mit religiösen und kulturellen Orten im Strukturwandel.

Die digitale Rekonstruktion der Pauli‑Kirche macht diesen verschwundenen Raum wieder sichtbar und eröffnet neue Perspektiven auf Stadtgeschichte, Identität und kollektives Gedächtnis.

Warum die Pauli‑Kirche für die Manifesta 16 Ruhr relevant ist

Die Manifesta 16 Ruhr widmet sich den verlassenen, verwaisten und umgenutzten Kirchenräumen des Ruhrgebiets. Diese Orte stehen im Zentrum der Biennale, weil sie Fragen nach gesellschaftlichem Wandel, kulturellem Erbe und neuen Formen des Zusammenlebens aufwerfen.

Die Pauli‑Kirche erfüllt dieses Kernthema in radikaler Form:

  • Sie ist nicht nur verlassen, sondern vollständig verschwunden.
  • Ihr Abriss markiert einen tiefen Einschnitt in die urbane Identität Mülheims.
  • Ihre digitale Wiederkehr zeigt, wie Kunst verlorene Räume neu interpretieren kann.
  • Sie steht exemplarisch für Erinnerungsverlust und Wiederaneignung im Ruhrgebiet.

Damit wird die Pauli‑Kirche zu einem unabhängigen, aber thematisch zentralen Beitrag im erweiterten Diskurs der Manifesta 16 Ruhr.

Ein exemplarischer Fall für verlorene Kirchenräume im Ruhrgebiet

Die Pauli‑Kirche ist ein prototypisches Beispiel für die Herausforderungen, die die Manifesta thematisiert:

  • Abriss statt Umnutzung
  • Unsichtbarkeit im Stadtraum
  • Verlust eines kulturellen Ankerpunkts
  • Transformation eines sakralen Ortes in profane Infrastruktur
  • Fehlende Erinnerungskultur im öffentlichen Raum

Die digitale Rekonstruktion macht diese Prozesse sichtbar und zeigt, wie Kunst neue Zugänge zu verschwundenen Orten schaffen kann.

Digitale Rekonstruktion als künstlerische Praxis

Die Wiederkehr der Pauli‑Kirche erfolgt nicht physisch, sondern digital. Diese Form der Rekonstruktion:

  • verbindet historische Quellen mit moderner Technologie
  • schafft einen neuen Erinnerungsraum
  • ermöglicht immersive Zugänge zu einem verlorenen Ort
  • macht Stadtgeschichte erfahrbar
  • eröffnet neue Perspektiven auf Denkmalschutz und kulturelles Erbe

Digitale Rekonstruktionen werden zunehmend zu einem wichtigen Werkzeug, um verschwundene Orte sichtbar zu machen – besonders in Städten mit tiefgreifenden Strukturveränderungen wie dem Ruhrgebiet.

Die Pauli‑Kirche als kulturelles Gedächtnis Mülheims

Der Abriss der Pauli‑Kirche war nicht nur ein baulicher Verlust, sondern auch ein kultureller. Die digitale Wiederkehr ermöglicht:

  • eine Neubewertung der Stadtgeschichte
  • die Wiederentdeckung eines identitätsstiftenden Ortes
  • die Aktivierung von Zeitzeugenwissen
  • die Stärkung lokaler Erinnerungskultur
  • die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart

Die Pauli‑Kirche wird damit zu einem kollektiven Gedächtnisort, der weit über seine ursprüngliche Funktion hinausreicht.

Die Pauli‑Kirche im Kontext der freien Kunstszene

Während die Manifesta 16 Ruhr kuratierte und alimentierte Projekte präsentiert, zeigt die Pauli‑Kirche die Kraft der freien, unabhängigen Kunstszene:

  • ohne institutionelle Förderung
  • ohne kuratorische Einbindung
  • ohne jurierte Auswahl
  • getragen von lokaler Initiative und kulturellem Engagement

Sie steht damit für eine Off‑Manifesta‑Perspektive, die den offiziellen Diskurs erweitert und bereichert.

Fazit: Ein verlorener Ort wird zum Schlüsselmotiv

Die Pauli‑Kirche Mülheim ist mehr als ein historisches Gebäude. Sie ist:

  • ein Symbol für den Wandel des Ruhrgebiets
  • ein Beispiel für den Verlust sakraler Räume
  • ein Modellfall für digitale Rekonstruktion
  • ein unabhängiger Beitrag zum Kernthema der Manifesta 16 Ruhr
  • ein Ort, an dem Erinnerung, Kunst und Stadtentwicklung zusammenfinden

Ihre Wiederkehr zeigt, wie Städte mit verschwundenen Orten umgehen können – und wie Kunst dazu beiträgt, kulturelles Erbe neu zu beleben.

 

 


Was sind Superblocks?

Superblocks (auf Katalanisch „Superilles“) sind urbane Zonen, die mehrere Stadtblöcke umfassen und das Ziel haben, den Verkehr, insbesondere von Autos, drastisch zu reduzieren. Sie schaffen stattdessen mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und gemeinschaftliche Aktivitäten. Das Konzept transformiert öffentliche Räume, indem es Straßen, die früher dem Autoverkehr vorbehalten waren, in Parks, Plätze oder Fußgängerzonen umwandelt. Diese Transformation fördert soziale Interaktionen, reduziert Umweltverschmutzung und unterstützt eine nachhaltigere Stadtentwicklung.

 

Rolle bei der Manifesta 16 Ruhr 2026

#manifesta16

Als First Creative Mediator der Biennale bringt Josep Bohigas seine Erfahrung mit diesem Konzept ein, um eine urbane Vision für das Ruhrgebiet zu entwickeln. Ziel ist es, die besonderen Herausforderungen und Potenziale dieser postindustriellen Region anzugehen:

  • Schaffung von Konnektivität: Öffentliche Räume, die oft fragmentiert sind, sollen neu miteinander verbunden werden, um soziale und kulturelle Begegnungen zu fördern.
  • Transformation des sozialen Gefüges: Superblocks könnten dazu beitragen, neue Identitäten und Nutzungsmöglichkeiten für die vom Strukturwandel geprägte Region zu schaffen.
  • Nachhaltige Stadtplanung: Das Konzept könnte als Vorbild dienen, um den Raum lebenswerter zu gestalten, weniger von Autos dominiert und stärker auf Gemeinschaft fokussiert.

Bohigas’ Ansatz umfasst eine umfassende Analyse der aktuellen städtischen und geopolitischen Kontexte, um das Ruhrgebiet als Modell für eine zeitgemäße urbane Transformation zu präsentieren. Dies schließt die Auswirkungen von Populismus, Neoliberalismus und postindustriellem Wandel in den Planungsprozess ein.

Die Umsetzung von Superblocks in einer Region wie dem Ruhrgebiet, das historisch stark von Industrie und Verkehr geprägt ist, könnte neue Maßstäbe für die Gestaltung von postindustriellen Stadtlandschaften setzen.

 

 

Meta Title: Pauli‑Kirche Mülheim – Verlorener Kirchenraum & Bezugspunkt der Manifesta 16 Ruhr

Meta Description: Die Pauli‑Kirche in Mülheim an der Ruhr ist ein exemplarischer verlorener Kirchenraum und ein zentraler Bezugspunkt des Kernthemas der Manifesta 16 Ruhr. Digitale Rekonstruktion, kulturelles Gedächtnis und urbane Transformation im Ruhrgebiet.

Keywords: Pauli‑Kirche Mülheim, Manifesta 16 Ruhr, verlassene Kirchen Ruhrgebiet, verlorene Kirchenräume, digitale Rekonstruktion Kirche, Kirchenumnutzung Ruhr, Stadtwandel Mülheim, kulturelles Gedächtnis Ruhrgebiet, Nachkriegskirchen, Off‑Manifesta

Kunstprojekt 2026 - "gesamtkunstwerk STADT MH" -  zur #manifesta2026

Mülheim - Stadtrechte seit 1808 im grünen Ruhrtal #MülheimRuhrtalstadt wir feiern 218 Jahre #CoolCityMülheim

Mülheimer Kunstsommer im Jubiläumsjahr 2026  (Foto Mülheimer KKRR)
Mülheimer Kunstsommer im Jubiläumsjahr 2026 (Foto Mülheimer Kunstverein KKRR)

 

 

Die Entstehung der Munizipalität Mülheim ist 1808 belegt - eine  selbständige Gemeinde nach französischem Recht. Die Ernennung zur Stadt erfolgte 1846 nach preußischem Recht.

 

Nur 49 km Länge der Stadtgrenze: Im Norden grenzt die Ruhrtalstadt Mülheim an die kreisfreie Stadt Oberhausen und im Osten an die kreisfreie Stadt Essen. Im Süden liegt der Ballungsraum Düsseldorf mit der Stadt Ratingen im Kreis Mettmann und im Westen die kreisfreie Stadt Duisburg.

 

So können die Mülheimer einfach und effizient die sehr gute Infrastruktur dieser Nachbarstädte kostenlos nutzen - Sportparks, Zoo, Kino-Paläste und TOP- Museen in Duisburg, Kultur pur in Essen und Einkaufen und Großstadtflair in Düsseldorf oder im CENTRO Oberhausen. 

 

Mülheim selbst hat viel und gut investiert und stellt sich gerade um

 

(Schulden über 2.000.000.000,00 € i.W. zweitausendmillionen) - das sichert die Zukunft als unabhängige Stadt mittendrin in der Metropolregion Rhein-Ruhr - denn jemanden mit so viel Schulden will keiner zum Partner haben.

 

Mülheim war und ist die Stadt der cleveren Händler - private Anleger haben gut in  Mülheimer PPP-Projekte investiert und erzielen langfristig hohe Renditen (z.B. PPP - Feuerwache fast 10 % p.a.).  Durch Bildung eigener Stadt-GmbHs konnten die Top-Leistungsträger mit guten Konditionen gewonnen  werden - die bringen neue Impulse.

Allerdings, die verbleibenden städtischen Beteiligungen und  Betriebe wie "Tiefgaragen", "Weisse Flotte" oder sogar das Kraftwerk und der Hafen machten 2021 noch zusammen  fast 2.000.000,00 EUR Verlust - aber das wird!

 

Mülheim: "Stadt der grauen Panter" - DAS NEUE NORMAL 

 

 

Mülheim wird auch gern als Schlafstadt bezeichnet. Aber hier sind die Bürger hellwach!  Nirgends wird in der Metropolregion Rhein-Ruhr so viel gemeckert wie in Mülheim. Da müssen die Stadtlenker schon ein dickes Fell haben um das auszuhalten - hat einer eine gute Idee - wird diese oft zum Spielball der zahlreichen Interessengruppen.  

 

Wie sieht die Zukunft aus?

 

Eine neue Generation mischt jetzt die kleine Stadt mit ihren etwas über 90 Quadratkilometern auf - mit neuen guten Ideen geht es voran - wenn auch langsam - das ist auch oft der Förderpolitik von Bund und Land oder der EG-Regulierung geschuldet.

 

Was vor 20 Jahren "versaubeutelt" wurde, muss ausgesessen werden, bis die drohende Rückzahlung der damaligen Förderung entfallen ist - da können schonmal Jahrzehnte ins Land gehen.

 

Die Ruhrtalstadt Mülheim ist die erste Stadt in Deutschland , die aktuell ihre ehemalige Fußgängerzone mit Einkaufsmall in ein großes Seniorenparadies mit Medizinzentrum umwandelt - das größte Altenzentrum in der Metropolregion Rhein-Ruhr entsteht im ehemaligen "FORUM" in der Innenstadt. Alte Herrschaften in Mülheim brauchen dort kein großes Kino mit Popcorn - sie nutzen lieber den heimischen XXXL-Bildschirm und machen es sich mit Freunden gemütlich (auch ohne Maske...) - das bekannte Vorzeigekino der Stadt wird von den Investoren inzwischen anderweitig vermarktet. Auch das ehemalige evangelische Vereinshaus "Handelshof" dienst bald als Seniorenheim in Citylage.

 

Alt na und?

 

Aber auch unmittelbar neben der neuen Hochschule West wird 2023 anstelle der konzipierten Studentenwohnanlage jetzt mit einem Seniorenparadies geliebäugelt - gar nicht schlecht - die Mensa ist barrierefrei und die Omis und Opis sind voll integriert und können sich dort als "Spätberufene" einschreiben.

 

Rings um denkmalgeschützte entweihte Kirchen entsteht neue Wohnbebauung, die letzten grünen Flächen werden nach und nach zubetoniert (Plan Saarnberg-Bebauung am Naturschutzgebiet) - Bröckelndes Betongold statt Bankzinsen - das ist die Devise bis zum Jahr 3000.

 

Auch gibt es immer zahlreiche Absichtserklärungen - auch genannt Letter(s) of Intend.  Die alten Mülheimer wollen jedoch nachhaltige Taten sehen - keine kurzfristigen Luftschlösser.

 

Die Bürger zahlen gern den Preis- hohe Grundsteuern - Gewerbesteuern teure Kanalprojekte (Stadthafenmündung Rumbach und Kanalisierung Rumbach ( via Niederschlagsgebühren) und weitere kommunale Lasten werden von den Etablierten gern geschultert.

 

Mülheim bleibt eben auch Wühlheim - und das ist gut so. Glückauf!

 

 

 

AUSGEREIFTE IDEEN ZUR STADPLANUNG DER RUHRTALSTADT HIER:

 

Und hier ein Link zur Kulturpolitik in der Kunststadt und Kulturstadt Mülheim: 

 

 

ALLE KULTUR-QUARTIERE IN DER REGION HIER  - GASWURZELKULTUR PUR !

https://www.e-c-c-e.de/fileadmin/dokumente/publikationen/2016_10_27_Web_PDF_final.pdf?utm_source=chatgpt.com


Kipppunkt für die mittlere Sicht - den man vermeiden sollte
 Was ökonomisch als „Marktanpassung“ beginnt, verändert das soziale Gefüge einer Stadt wie Mülheim nachhaltig.
Der Zuzug von Gruppen mit (noch) geringen Ansprüchen führt zu einer funktionalen Abwertung:
  • Prekarisierung von Stadtteilen: Günstiger Leerstand zieht oft Bewohner an, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind oder im Niedriglohnsektor arbeiten. Dies belastet die Sozialhaushalte der ohnehin hochverschuldeten Stadt Mülheim zusätzlich.
  • Vernachlässigung der Bausubstanz: Wenn Vermieter wissen, dass sie ihre Flächen nur noch über den Preis oder an das Jobcenter vermietet bekommen, sinkt der Anreiz für Sanierungen. Der sichtbare Verfall wird durch "Flickschusterei" zur dauerhaften Optik.
  • Verdrängung des Mittelstands: Familien und Fachkräfte, die die Wahl haben, meiden Gebiete, in denen die soziale Infrastruktur (Schulen, Spielplätze) unter den geringen Ansprüchen und der Überlastung leidet. Die Folge ist eine Segregation, wie man sie z.B. in Eppinghofen bereits massiv sieht.
  • Nischen-Ökonomie statt Vielfalt: In den Erdgeschosszonen entstehen statt hochwertiger Gastronomie oder Fachhandel oft nur noch Shisha-Bars, Wettbüros oder Barber-Shops – Angebote, die auf die neue Klientel zugeschnitten sind, aber für die breite Bevölkerung keinen Mehrwert bieten.
Mülheim profitiert zwar von der Nähe zu Düsseldorf und Essen als "Überlaufbecken", aber die Qualität des Zuzugs sichert nicht die Instandhaltung der städtischen Struktur. Die Stadt wird zur Ankunftszone für diejenigen, die sich die Metropolen nicht leisten können, während die historische Substanz langsam wegbröckelt.
Ruhrtalstadt Mülheim - Veranstaltungsorte Stadtmitte sowie Parkhäuser und Parkplätze
Ruhrtalstadt Mülheim - Veranstaltungsorte Stadtmitte sowie Parkhäuser und Parkplätze

Highlight in der Kernstadt von Mülheim an der Ruhr am rechten Ruhrufer im Innenstadtpark "Ruhranlage"
Highlight in der Kernstadt von Mülheim an der Ruhr am rechten Ruhrufer im Innenstadtpark "Ruhranlage"

Fassadenkunstwerk "Black-Wall" am künftigen Seniorenhaus "Handelshof" ob die Fassade stehen bleibt ist noch ungewiss!
Fassadenkunstwerk "Black-Wall" am künftigen Seniorenhaus "Handelshof" ob die Fassade stehen bleibt ist noch ungewiss!

Handelshof-Seniorenresidenz - Neubauphase - teilw. Erhaltung der historischen Fassade
Handelshof-Seniorenresidenz - Neubauphase - teilw. Erhaltung der historischen Fassade Foto: Andreas Ingramm, KKRR (im Hintergrund: das ATEGRIS-Krankenhaus mit über 600 Betten)

Baufortschritt - die historische Fassade bröckelt
Baufortschritt - die historische Fassade bröckelt




So geht "richtig Leben" in der Ruhrtalstadt Mülheim in Nordrhein-Westfalen mit Kunst & Kultur:


ART Rhein-Ruhr #ArtRheinRuhr
ART Rhein-Ruhr #ArtRheinRuhr Collage by Andreas Ingramm, KKRR